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Atemtraining Bauchatmung

Eines der wichtigsten Kapitel der Atmung ist die richtige Bauchatmung. Im Prizip meine ich damit die Atmung mit dem sogenannten Zwerchfell. Näher eingehen möchte ich auf die wissenschaftlich biologische Komponente dieser Atmung nicht, da es genug Publikationen zu diesem Thema gibt.

Das wichtigste gleich vorweg. Die richtige Bauchatmung kann nur in lockerer, entspannter Atmosphäre, losgelöst vom Instrument erfolgen!

Wenn eine Trompetenschülerin/ein Trompetenschüler richtig atmen lernen will, dann sind folgende Übungen unverzichtbar, die sie/er mindestens eine Viertelstunde täglich und mindestens ein Vierteljahr praktizieren muss! Wobei alle Tage geübt wird (also sieben in der Woche, nicht fünf ;-)). Wird ein Tag ausgelassen, so verlängert sich alles um zwei Tage usw. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen SchülerInnen eines Blechblasinstrumentes. Die Atmung funktioniert bei allen Blasinstrumenten vom Prinzip her gleich.

Eine lockere Bauchatmung zu erlernen, die bei den meisten Kindern und Jugendlichen heutzutage nicht mehr automatisch richtig funktioniert (durch lange Sitzungen in Schule, vor TV oder PC etc.), ist der erste und wichtigste Schritt um sein Spiel auf einem Blechblasinstrument zu verbessern.

Diese Atmung ist am leichtesten im Liegen zu erlernen:

1. Übung - im Liegen langsam in den Bauch hineinatmen

Lege dich entspannt auf den Boden (Unterlage kann natürlich ein Teppich eine Matte udgl. sein). Lege die Unterschenkel deiner Beine auf einen Stuhl oder eine Couch, damit liegt nun dein Kreuz auf dem Boden auf und der Bauch kann sich wunderbar entspannen. Lege eine Hand auf deinen Bauch und die zweite auf deinen Brustkorb in etwa in der Höhe deines Brustbeines. Jetzt atme ruhi, entspannt und langsam ein. Achte darauf, dass sich nur dein Bauch hebt, nicht jedoch dein Brustkorb. Solltest du deiner Meinung nach nur ganz wenig Luft "in deinen Bauch" bekommen, dann mach dir nicht gleich Gedanken, das wird sich im Laufe der Zeit verbessern, da du dich nach mehreren Tagen immer besser entpannen kannst. Wichtig ist nur, dass du den Brustkorb dabei nicht hebst!

Solltest du große Schwierigkeiten haben, die Luft in den Bauch zu bringen, ohne dass sich der Brustkorb hebt, dann strecke beim Atmen deine Arme ganz weit nach oben. Das sperrt in der Regel deinen Brustkorb und die Luft kann nur in den Bauchraum geatmet werden. Gelingt auch dann noch keine richtige Bauchatmung, dann besuch einen Kurs bei Malte Burba ;-).

2. Übung - Luft anhalten mit angespanntem Bauch

Nach einigen Tagen wird dieses Ein- und Ausatmen in den Bauch langweilig. Dann beginnst du nach ein paar Atmungen die Luft anzuhalten. Wenn dein Hals offen und locker bleibt, so muss sie die Bauchdecke etwas anspannen, denn sonst fällt sie durch die Schwerkraft wieder zurück und die Luft entweicht. Nachdem die Luft einige Momente angehlaten wurde, lässt du den Bauch locker und beobachtest, wie die Luft wieder ganz locker ausströmt. Diese Übung wiederholst du wieder fünf bis zehn mal.

Es geht hier hauptsächlich darum den angespannten und lockeren Zustand des Bauches zu fühlen

Eine Entspannung kann am leichtesten nach einer Anspannung erreicht werden.

3. Übung - Luft anhalten mit geschlossenem Hals

Jetzt haltest du in der mittlerweile sehr gewohnten Liegestellung wieder die Luft an. Wieder achtest du auf einen offenen und lockeren Hals und eine angespannte Bauchdecke. Jetzt schließt du deinen Hals bzw. die Luftröhre mit den Stimmbändern, so dass keine Luft mehr durch den Hals entweichen kann. Nun kannst du deinen Bauch entspannen und die Luft bleibt trotzdem in dir. Wenn du die Anspannung schnell fast blitzartig loslässt, so bebt dein Körper sogar noch einige Male hin und her (es schwabbelt) und die Luft in dir verteilt sich angenehm entspannt auf die ganze Lunge.

Wieder ist es hier wichtig zu fühlen, wie sich auf eine Anpsannung eine Entspannung des Bauches einstellt.

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